Ich bin jetzt also zurueck in Deutschland bei meinen Eltern und geniesse im Moment alle Vorzuege des komfortablen Hotel Mama. Es ist schoen wieder in Deutschland zu sein, aber ich vermisse Indien schon jetzt ein bisschen.
Ich moechte mich gerne bei allen bedanken, die an dieser tollen Zeit beteiligt waren, auch wenn manche es nicht lesen koennen: meine Eltern, die sich _immer_ bei mir gemeldet haben und alles bezahlt haben(!), die Familie Bandhu, die mich so nett aufgenommen hat und sich waehrend meines Aufentahlts so liebevoll um mich gekuemmert hat, alle anderen Volunteers und Traveller mit denen ich schoene Erlebnisse und gute Unterhaltungen geteilt habe, alle gastfreundlichen Inder, die mich nicht nur wegen meiner weissen Haut und meinem Geld gemocht haben und last but not least: allen Lesern dieses Blogs und damit sind sowohl die gemeint, die mir so viele nette und ermutigende Kommentare geschrieben haben, aber eben auch die grosse stumme Leserschaft, die mich im Stillen bei dieser Reise begleitet hat. Vielen Dank!
Bei mir ist es im Moment ein bisschen stressig, denn ich muss mir vor dem Semesterbeginn noch eine Wohnung in Mainz suchen. Ausserdem will ich auch noch nach Bonn vor Ostern, um meine Freunde dort wiederzusehen. Nach Ostern faengt dann meine Studentenzeit in Mainz endlich an, worauf ich mich schon lange freue.
Noch eine Sache in eigenem Interesse. Ich hab eine neue Handynummer, die ihr euch bitte alle einspeichern sollt: 017664340542
Das wars dann also von Flohbe aus Indien. Ich hoffe ihr hattet viel Spass dabei meinen Blog zu lesen.
Liebe Gruesse,
euer Bernhard
Mittwoch, 1. April 2009
Freitag, 27. März 2009
Im Exil des Dalailama
Nach meinem letzten Post in Amritsar vor 3 Tagen, bin ich abends noch an den einzigen indisch-pakistanischen Grenzuebergang nach Attari gefahren. Dort findet jeden Abend eine Zeremonie fuer das Schliessen der Grenze fuer die Nacht statt. Dabei stolzieren die indischen und pakistanischen Grenzposten mit albernen Uniformen und viel zu hohem Schritt vor dem Tor herum bis auf beiden seiten die Fahnen heruntergelassen werden. Das ist allerdings im geringsten nicht das merkwuerdigste an dieser surrealen Zeremonie. Jeden Tag versammelt sich naemlich auf beiden Seiten eine riesige Menge an "Fans", die jeweils ihre Seite in einem extra dafuer drumherum gebauten Amphitheater anfeuern. Auf unserer Seite wurde unter anderem "Hindustan!! Zindabad!!" (long live India) gegroehlt und es gab extra Lautsprecher, um die Sprechchoere zu starten (wie im Fussballstadion). Ich wusste nicht, ob ich anfangen sollte zu lachen oder zu weinen..
Das Verhaeltnis zwischen Indien und Pakistan ist nach wie vor wirklich sehr angespannt und ein kleiner Funken koennte den Konflikt wieder zum brennen bringen. Nach der Zeremonie wurde ich von 5 sehr gastfreundlichen Sikhs nach Hause gefahren, die meinten, dass alle Pakistanis boese und Terroristen waeren. Da gibt es wirklich noch viel Nachholbedarf!
Fuer die Nacht hatte ich geplant im Golden Temple-Komplex zu uerbernachten, denn es gibt dort grosse Schlafsaele, in denen man umsonst uebernachten kann. Das ist der gastfreundlichkeit der Sikh-Religion zu verdanken. Fuer Europaeer gab es einen separaten Bereich und ich konnte meinen Augen so was von nicht trauen, als ich die sauberen Duschen und Toiletten sah. Wirklich einmalig!
Abends hab ich mir den Golden Temple nochmal im dunklen angeschaut und ich glaube das Bild ist es Wert hochgeladen zu werden auch wenn es beim letzten Mal schon ein Bild vom Golden Temple gab.
Zusaetzlich zu den gratis Schlafplaetzen gibt es auch noch gratis Essen. Zu jeder Tageszeit kann man in der riesigen Dining-Hall vorbeischaun und sich mit Dhal, Reis, Kartoffeln und Chapati vollstopfen. Das ganze ist wirklich sehr toll und organisiert gemacht. Man stellt sich in einer Schlange an und bekommt Teller, Schuessel und Loeffel in die Hand gedrueckt.
Dann geht es weiter durch das Tor der Dining-Hall und man wird in langen Reihen gegenueber auf den Boden gesetzt. Durch die Reihen laufen dann Verteiler mit Eimern voll Essen und Getraenken.
Ich hab zusammen mit irgendwelchen Fremden Indern gegessen aber es war ein tolles Gefuehl dieses Mahl zu teilen. Ausserdem haben sich meine "Tisch"nachbarn natuerlich ueber mich amuesiert und alle haben gelacht, als ich das Chapati falsch ins Dhal getaucht habe.
Alles schoen und gut, aber jetzt noch das tollste an der Sache: Das Essen war echt lecker! Gut gewuerzt und nicht waessrig..
Amritsar hat mir insgesamt wirklich sehr gut gefallen und die Sikhs sind sehr gastfreundliche Menschen. Ausserdem sehen sie mit ihren Turbanen und Baerten sehr laessig aus :P
Vorgestern war dann wieder ein Reisetag fuer mich und ich bin mit Bus und Bahn in die Berge nach Dharamshala gefahren. Die Auslaeufer des Himalaya fangen hier an und ich war sehr aufgeregt als ich erste weisse Berge am Horizont gesehen habe. Das hoechste Gebirge der Welt so nah! Dazu kommt die frische Luft und das kuehlere Klima, was mir schon einen kleinen Vorgeschmack auf deutsche Verhaeltnisse gibt. Ich geniesse es hier sehr!
Eigentlich ist der Dalailama aber nicht in Dharmshala, sondern in einem kleinen Dorf in der Naehe mit Namen Mcleod Ganj. Auf der Strasse sieht man ueberall chinesisch aussehende Menschen, darunter viele buddhistische Moenche in ihren rot-orangenen Kutten. Zusaetzlich zu den Tibetern hat sich hier aber noch eine andere Gruppe von Menschen ein zu Hause gesucht: Westliche Touristen. Das deutlichste Zeichen dafuer sind die unzaehligen Hotels, Souvenirshops und westlichen Restaurants. Hier allerdings kommen auch noch die vielen pro-Tibet Plakate an jeglichen moeglichen freien Flaechen dazu.
Als ich hier ankam hat mich das alles erstmal eher abgeschreckt. Ich dachte:" Och nee, die ganzen "coolen" Alternativen machen hier einen auf buddhistisch und free Tibet!" Natuerlich ist das ein Stueck weit richtig. Allerdings muss man sagen, dass den Tibetern wirklich sehr sehr boese mitgespielt worden ist. Ich habe heute das Tibet Museum im Tempelkomplex besucht und es war schrecklich zu hoeren, wie die Chinesen mit ihrer "kulturellen Revolution" die tibetische Kultur und das tibetische Volk ausrotteten. 1,2 Millionen Menschen sind seither gestorben und unzaehlige mehr heimatlos gemacht worden. Und nach wie vor werden die Menschrechte von China nicht befolgt und es gibt keinen Staat Tibet. Ein weiterer grosser Missstand auf dieser Welt fuer den es sich auf jeden Fall einzusetzen lohnt!
In einer Stunde kommt mein Bus nach Delhi und von da werde ich dann morgen weiter nach Faridabad fahren. Dort wird dann gepackt und Abschied von Familie Bandhu und den anderen Volunteers gesagt.
Das wird wohl mein letzter Post aus Indien gewesen sein. Ich freu mich schon soo euch alle in Deutschland wiederzusehen!
Das Verhaeltnis zwischen Indien und Pakistan ist nach wie vor wirklich sehr angespannt und ein kleiner Funken koennte den Konflikt wieder zum brennen bringen. Nach der Zeremonie wurde ich von 5 sehr gastfreundlichen Sikhs nach Hause gefahren, die meinten, dass alle Pakistanis boese und Terroristen waeren. Da gibt es wirklich noch viel Nachholbedarf!
Fuer die Nacht hatte ich geplant im Golden Temple-Komplex zu uerbernachten, denn es gibt dort grosse Schlafsaele, in denen man umsonst uebernachten kann. Das ist der gastfreundlichkeit der Sikh-Religion zu verdanken. Fuer Europaeer gab es einen separaten Bereich und ich konnte meinen Augen so was von nicht trauen, als ich die sauberen Duschen und Toiletten sah. Wirklich einmalig!Abends hab ich mir den Golden Temple nochmal im dunklen angeschaut und ich glaube das Bild ist es Wert hochgeladen zu werden auch wenn es beim letzten Mal schon ein Bild vom Golden Temple gab.
Zusaetzlich zu den gratis Schlafplaetzen gibt es auch noch gratis Essen. Zu jeder Tageszeit kann man in der riesigen Dining-Hall vorbeischaun und sich mit Dhal, Reis, Kartoffeln und Chapati vollstopfen. Das ganze ist wirklich sehr toll und organisiert gemacht. Man stellt sich in einer Schlange an und bekommt Teller, Schuessel und Loeffel in die Hand gedrueckt.
Dann geht es weiter durch das Tor der Dining-Hall und man wird in langen Reihen gegenueber auf den Boden gesetzt. Durch die Reihen laufen dann Verteiler mit Eimern voll Essen und Getraenken. Ich hab zusammen mit irgendwelchen Fremden Indern gegessen aber es war ein tolles Gefuehl dieses Mahl zu teilen. Ausserdem haben sich meine "Tisch"nachbarn natuerlich ueber mich amuesiert und alle haben gelacht, als ich das Chapati falsch ins Dhal getaucht habe.
Alles schoen und gut, aber jetzt noch das tollste an der Sache: Das Essen war echt lecker! Gut gewuerzt und nicht waessrig..
Amritsar hat mir insgesamt wirklich sehr gut gefallen und die Sikhs sind sehr gastfreundliche Menschen. Ausserdem sehen sie mit ihren Turbanen und Baerten sehr laessig aus :P
Vorgestern war dann wieder ein Reisetag fuer mich und ich bin mit Bus und Bahn in die Berge nach Dharamshala gefahren. Die Auslaeufer des Himalaya fangen hier an und ich war sehr aufgeregt als ich erste weisse Berge am Horizont gesehen habe. Das hoechste Gebirge der Welt so nah! Dazu kommt die frische Luft und das kuehlere Klima, was mir schon einen kleinen Vorgeschmack auf deutsche Verhaeltnisse gibt. Ich geniesse es hier sehr!Eigentlich ist der Dalailama aber nicht in Dharmshala, sondern in einem kleinen Dorf in der Naehe mit Namen Mcleod Ganj. Auf der Strasse sieht man ueberall chinesisch aussehende Menschen, darunter viele buddhistische Moenche in ihren rot-orangenen Kutten. Zusaetzlich zu den Tibetern hat sich hier aber noch eine andere Gruppe von Menschen ein zu Hause gesucht: Westliche Touristen. Das deutlichste Zeichen dafuer sind die unzaehligen Hotels, Souvenirshops und westlichen Restaurants. Hier allerdings kommen auch noch die vielen pro-Tibet Plakate an jeglichen moeglichen freien Flaechen dazu.
Als ich hier ankam hat mich das alles erstmal eher abgeschreckt. Ich dachte:" Och nee, die ganzen "coolen" Alternativen machen hier einen auf buddhistisch und free Tibet!" Natuerlich ist das ein Stueck weit richtig. Allerdings muss man sagen, dass den Tibetern wirklich sehr sehr boese mitgespielt worden ist. Ich habe heute das Tibet Museum im Tempelkomplex besucht und es war schrecklich zu hoeren, wie die Chinesen mit ihrer "kulturellen Revolution" die tibetische Kultur und das tibetische Volk ausrotteten. 1,2 Millionen Menschen sind seither gestorben und unzaehlige mehr heimatlos gemacht worden. Und nach wie vor werden die Menschrechte von China nicht befolgt und es gibt keinen Staat Tibet. Ein weiterer grosser Missstand auf dieser Welt fuer den es sich auf jeden Fall einzusetzen lohnt!In einer Stunde kommt mein Bus nach Delhi und von da werde ich dann morgen weiter nach Faridabad fahren. Dort wird dann gepackt und Abschied von Familie Bandhu und den anderen Volunteers gesagt.
Das wird wohl mein letzter Post aus Indien gewesen sein. Ich freu mich schon soo euch alle in Deutschland wiederzusehen!
Dienstag, 24. März 2009
WuestenEi
Ich kann nicht behaupten, dass so eine Safari ein sehr gutes Ziel fuer Individualreisende ist, denn fast jeder Tourist in Indien setzt sich auf ein Kamel in Rajasthan.
Der zweite Tag allerdings verlief nicht ganz nach Plan und deshalb hatten wir dann doch unser kleines Abenteuer in der Wueste. Gegen Mittag fing sich naemlich der Himmel seltsamerweise an zu Bewoelken. So hatte ich mir das in der Wueste vorher auf jeden Fall nicht vorgestellt. Waehrend der Mittagspause wurde es immer grauer um uns herum und die Guides meinten es wuerde wohl heute Nacht regnen. Als wir dann unsere Tour fortsetzen fing es so langsam an zu troepfeln und wir hatten es auf einmal ziemlich eilig eine Schule in einem Wuestendorf in der Naehe zu erreichen. Wir trieben unsere Kamele an und und im immer staerker werdenden Wind und Regen ging es im Laufschritt durch die Wueste. Als wir ankamen war das Wetter in ein Gewitter umgeschlagen und wir waren alle ziemlich durchnaesst und froh im Trockenen zu sein! Um uns herum Donnergrollen und grelle Blitze. Als das Gewitter abends langsam vorueberzog gab es dann Huehnchen, dass wir von den Dorfbewohnern gekauft hatten und von den Guides sehr lecker zubereitet wurde. Am Tag danach ging es schon wieder zurueck nach Jaisalmer und wir waren sehr froh den Sand hinter uns zu lassen und endlich duschen zu koennen!
Ach ja, fuer alle die es noch nicht wissen: Am 30.03., also in einer Woche, ist mein Rueckflug nach Deutschland und ich hoffe ich werde fuer den 09.04. in Bonn sein. Da wird naemlich hart abgerissen, hab ich gehoert.
Donnerstag, 19. März 2009
I'm a Bollywood actor!
Aber ich erzaehl die Geschichte lieber von vorne. Vorgestern sind wir in Jodhpur angekommen und haben mit einer Auto-Rikshaw (die gelben 3-raedrigen Taxis) die Stadt besichtigt. Dabei haben wir uns auch das gewaltige Mehrangarh Fort angeguckt, von dem man einen genialen Blick auf die Blue City hat. Jodhpur wird so genannt, da die Haeuser blau angestrichen sind, was eine willkomene Abwechslung zur sandfarbenen Umgebung darstellt. (http://www.sabkuchchalega.com/images/posts/kites_view/jodhpur.jpg) Jaipur ist uebrigens die Pink City, denn dort sind die Haeuser pink.
Wie der Zufall aber so will sind wir im Innenhof des Forts auf ein komplettes Filmset fuer einen mittelalterlichen Film getroffen. Ueberall waren Kameras, Beleuchtung, verkleidete Statisten, Stylisten, aber am wichtigsten natuerlich _SALMAN KHAN_!! Umringt von Fans, die einen Blick auf ihn erhaschen wollten, sass er koeniglich auf seinem unechten Pferd und hat seine Szene gedreht. Er ist eine Legende hier in Indien auch wenn in der westlichen Welt kein Schwein von ihm gehoert hat.
Wir wurden von einem "Recruitment"-Typen angesprochen, der uns das Angebot gemacht hat, als Statisten in dem Film mitzuspielen und uns dafuer zu bezahlen. So recht konnten wir unser Glueck nicht fassen und haben nicht lang um unsere Gage gefeilscht. Ich haette es wohl auch gemacht wenn es Geld gekostet haette^^ Der Film heisst uebrigens "Veer", erscheint im Oktober, und es geht um einen indischen Helden im Kolonialkrieg. Natuerlich geht kommt auch um eine Frau vor und Tanz-und Singeinlagen fehlen auch nicht.
Montag, 16. März 2009
Udaipur
Ich bin diesmal sehr fleissig und schreib schon wieder meinen Blog von einem Internetcafe in Jodhpur.
Wir hatten zwei sehr schoene, relaxte Tage in Udaipur, die wir hauptsaechlich auf dem Dach unseres gemuetlichen, familiaeren Guesthouses verbracht haben. Der Blick von der Terasse ging ueber den gesamten See von Udaipur mit dem wunderschoenen Lake Palace. Besonders Nachts ist der wirklich sehr eindrucksvoll!
Mit uns im Hotel waren noch ein paar Englaender und wir sassen abends noch lange zusammen mit ein paar Bier. Dafuer sind sie immer zu haben :P
Gestern abend sind wir dann alle zusammen zum Monsoon Palace gefahren, von dem man von der einen Seite einen Blick ueber ganz Udaipur hat, und auf der anderen Seite schon die Auslaeufer der Wueste sehen kann. Wir freuen uns jetzt schon alle riesig endlich in die Wueste zu kommen!
Von den Temperaturen her wird es jeden Tag heisser und unter Tag ist es manchmal schon richtig unertraeglich. Im Sommer muss es extrem sein!
Ich freu mich aber so langsam auch richtig auf zu Hause und Indien faengt auch an auf die Nerven zu gehen. Ganz vorne dabei an Dingen, die ich am meisten Vermisse, ist auf jeden Fall deutscher Verkehr und Nudeln! Und natuerlich auch meine Fam (besonders die Martina :P)
Mit uns im Hotel waren noch ein paar Englaender und wir sassen abends noch lange zusammen mit ein paar Bier. Dafuer sind sie immer zu haben :P
Von den Temperaturen her wird es jeden Tag heisser und unter Tag ist es manchmal schon richtig unertraeglich. Im Sommer muss es extrem sein!
Ich freu mich aber so langsam auch richtig auf zu Hause und Indien faengt auch an auf die Nerven zu gehen. Ganz vorne dabei an Dingen, die ich am meisten Vermisse, ist auf jeden Fall deutscher Verkehr und Nudeln! Und natuerlich auch meine Fam (besonders die Martina :P)
Freitag, 13. März 2009
Holy holi!
Juhu, ich bin endlich wieder on tour und hab vieles davon zu erzaehlen!
Holi in Mathura war ganz anders als ich mirs vorher vorgestellt habe. Am Dienstag sind wir dort angekommen und wir waren etwas enttauescht, weil man noch nicht so viel von Holi sehen konnte und es vorher hiess in Mathura wuerde die ganze Woche extrem viel los sein. Wir sind dann am Nachmittag mit dem Bus in ein kleines Dorf in der Naehe gefahren, um uns dort einen Krishna-Tempel anzugucken. In Godhan war schon einiges los auf den Strassen und wir sind ziemlich bunt geworden, da wir als Touristen (mit 2 jungen Maedchen dabei) Ziel Nummer eins waren. Es ging aber immer friedlich zu und wir konnten uns mit unseren eigenen Farben auch wehren.
Am Mittwoch, dem eigentlichen Tag von Holi, sind wir morgens frueh aufgestanden und sind sehr gut vorbereitet mit Oel in den Haaren, alten Klamotten und Digi-Cam in einer Platiktuete, auf die Strasse gegangen. Wir hatten uns vorgenommen zum Fluss zu gehen, um eine Bootstour auf dem morgendlichen Yamuna-River zu machen. Auf dem Weg haben wir schon einiges abbekommen und waren deshalb auf dem Boot schon komplett in Farbe getuencht. Die Bootsfahrt selber war ruhig und sehr schoen (die Ruhe vor dem Sturm?!)
Der Rueckweg vom Fluss zur Hauptstrasse stellte sich dann aber als ziemlicher Spiessroutenlauf heraus. Wir mussten durch eine ziemlich enge, lange Gasse gehen und ueberall an der Strasse standen Gangs von jungen Indern, die bewaffnet bis an die Zaehne, alles angriffen was sich ihnen naehert. Manchmal war das aber eben wirklich kein Spass mehr und wir wurden umzingelt und unsere Maedchen festgehalten und angefasst.
Wir waren froh als wir um ca 10:00 am Hotel angekommen sind und unsere Ruhe hatten. Wir wollten aber nicht den ganzen Tag im Hotelzimmer bleiben und haben uns dann entschieden es nochmal zu wagen und vor die Tuer zu gehen. Mit einer offenen(!) Auto-Rikshaw sind wir dann in den Nachbarort Vrindaban gefahren an dem an Holi auch viel los sein sollte. Direkt nach dem Ortseingang wurden wir von einer Horde umstellt, die mit allem in Reichweite nach uns warfen (Farbwasser aus Eimern, Dreck und Steine vom Boden, mit Farbe vollgesaugte Klamotten usw.). Es wurde dann wirklich brutal und mir wurde mein T-Shirt zerissen und vom Leib gerissen. Die Maedchen waren dann auch in ziemlich grosser Panik und wir haben dem Fahrer gesagt so schnell wie moeglich umzudrehen. (Er meinte nur:"Ihr wolltet Holi? Hier habt ihr Holi!") Nach unendlich langen Minuten sind wir aus dem Chaos wieder rausgekommen und mussten den Rest des Tages im Hotel bleiben.
Gestern frueh haben wir dann den Bus nach Jaipur genommen und ich hab das erste mal waehrend meines Indienaufenthalts die Grenze zu Rajasthan ueberquert. Es ist der Teil von Indien, aus dem die Maharajas mit ihren riesigen Palaesten und Forts kommen und in dem die Wueste Thar liegt.
Heute haben wir sehr viel Sightseeing gemacht und mir hat Jaipur sehr gut gefallen! Auf dem Bild: Jantar Mantar(Astrologische Instrumente)
Unser Nachtzug nach Udaipur kommt jetzt aber leider gleich, deshalb muss ich Jaipur leider so stiefmuetterlich behandeln. Dafuer hab ich aber ein paar Bilder!
Ach ja: Ganz lieben Gruss an Gibbi und Julia in die Staaten. Ich weiss es klingt bloed, aber ich bin schon etwas neidisch! :)
Der Rueckweg vom Fluss zur Hauptstrasse stellte sich dann aber als ziemlicher Spiessroutenlauf heraus. Wir mussten durch eine ziemlich enge, lange Gasse gehen und ueberall an der Strasse standen Gangs von jungen Indern, die bewaffnet bis an die Zaehne, alles angriffen was sich ihnen naehert. Manchmal war das aber eben wirklich kein Spass mehr und wir wurden umzingelt und unsere Maedchen festgehalten und angefasst.
Wir waren froh als wir um ca 10:00 am Hotel angekommen sind und unsere Ruhe hatten. Wir wollten aber nicht den ganzen Tag im Hotelzimmer bleiben und haben uns dann entschieden es nochmal zu wagen und vor die Tuer zu gehen. Mit einer offenen(!) Auto-Rikshaw sind wir dann in den Nachbarort Vrindaban gefahren an dem an Holi auch viel los sein sollte. Direkt nach dem Ortseingang wurden wir von einer Horde umstellt, die mit allem in Reichweite nach uns warfen (Farbwasser aus Eimern, Dreck und Steine vom Boden, mit Farbe vollgesaugte Klamotten usw.). Es wurde dann wirklich brutal und mir wurde mein T-Shirt zerissen und vom Leib gerissen. Die Maedchen waren dann auch in ziemlich grosser Panik und wir haben dem Fahrer gesagt so schnell wie moeglich umzudrehen. (Er meinte nur:"Ihr wolltet Holi? Hier habt ihr Holi!") Nach unendlich langen Minuten sind wir aus dem Chaos wieder rausgekommen und mussten den Rest des Tages im Hotel bleiben.
Unser Nachtzug nach Udaipur kommt jetzt aber leider gleich, deshalb muss ich Jaipur leider so stiefmuetterlich behandeln. Dafuer hab ich aber ein paar Bilder!
Ach ja: Ganz lieben Gruss an Gibbi und Julia in die Staaten. Ich weiss es klingt bloed, aber ich bin schon etwas neidisch! :)
Samstag, 7. März 2009
Letzte Tage in FDB
So langsam geht meine Zeit als Volunteer hier in Faridabad dem Ende zu. Ich werde noch bis Montag im Krankenhaus helfen und dann am Dienstag Richtung West-Indien losfahren. Dazu gehoert Rajasthan, das eigentlich fuer jeden Indien-Reisenden ein Muss ist und Punjab; der Teil von Indien aus dem die Sikhs mit ihren Turbanen herkommen.
Mein Riseplan sieht ungefaehr so aus (fuer alle die mal auf einer Karte gucken wollen): Mathura - Jaipur - Udaipur - Jodhpur - Jaisalmer - Bikaner - Amritsar - Chandigarh - Dharmsala - Delhi (Faridabad). Ich hoffe ich kriege das in meinen letzten 2 Wochen hin. Es wird auf jeden Fall wieder eine sehr schnelle Tour sein. Vielleicht ein paar Worte zu unserer ersten Station Mathura: Wir werden dort am 11.3. sein, dann ist naemlich Holi in Indien. Das ist ein Fruehlingsfest bei dem sich alle Menschen gegenseitig mit fleussigen Farben bewerfen. Junge Maedchen duerfen ausserdem Knoten in ihre Saris machen und damit Jungs hauen. Mathura ist eine der bekanntesten Staedte fuer Holi, denn Krishna wurde hier geboren und aufgezogen. Es wird sogar eine live Fernsehuebertragung geben! Das wird bestimmt ein grosser Spass. :P
Was es vielleicht noch interessantes aus dem Krankenhaus zu berichten gibt: Heute gab es ein anti-uebergewichts-camp im Krankenhaus. Jetzt fragt ihr euch hoffentlich: "Uebergewicht?!? Ich dachte Indien hat ein Problem mit Untergewicht?" Im Prinzip habt ihr damit auch ueberhauptnicht unrecht. Die Menschen in den Slums leiden nach wie vor an starker Mangel- und Unterernaehrung. Dennoch gibt es einen eureiche Schicht hier in Faridabad, die von der Globalisierung und dem starken Wirtschaftswachstum profitiert hat und dick geworden ist. Auf den grossen Hochzeiten sieht man fast nur uebergewichtige Menschen, die in grossem Wohlstand leben. Total verrueckt!
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Mein BMI ist 20.6, mein Koerperfett 17,5% und das heisst es ist alles oke :P
Naechste mal schreib ich dann aus Mathura von Holi!
P.S. Es gab sogar einen Zeitungsartikel von meiner Schuleinweihung. Ich hab den mal hochgeladen: http://rapidshare.com/files/206405632/Picture_179.jpg.html
Mein Riseplan sieht ungefaehr so aus (fuer alle die mal auf einer Karte gucken wollen): Mathura - Jaipur - Udaipur - Jodhpur - Jaisalmer - Bikaner - Amritsar - Chandigarh - Dharmsala - Delhi (Faridabad). Ich hoffe ich kriege das in meinen letzten 2 Wochen hin. Es wird auf jeden Fall wieder eine sehr schnelle Tour sein. Vielleicht ein paar Worte zu unserer ersten Station Mathura: Wir werden dort am 11.3. sein, dann ist naemlich Holi in Indien. Das ist ein Fruehlingsfest bei dem sich alle Menschen gegenseitig mit fleussigen Farben bewerfen. Junge Maedchen duerfen ausserdem Knoten in ihre Saris machen und damit Jungs hauen. Mathura ist eine der bekanntesten Staedte fuer Holi, denn Krishna wurde hier geboren und aufgezogen. Es wird sogar eine live Fernsehuebertragung geben! Das wird bestimmt ein grosser Spass. :P
Was es vielleicht noch interessantes aus dem Krankenhaus zu berichten gibt: Heute gab es ein anti-uebergewichts-camp im Krankenhaus. Jetzt fragt ihr euch hoffentlich: "Uebergewicht?!? Ich dachte Indien hat ein Problem mit Untergewicht?" Im Prinzip habt ihr damit auch ueberhauptnicht unrecht. Die Menschen in den Slums leiden nach wie vor an starker Mangel- und Unterernaehrung. Dennoch gibt es einen eureiche Schicht hier in Faridabad, die von der Globalisierung und dem starken Wirtschaftswachstum profitiert hat und dick geworden ist. Auf den grossen Hochzeiten sieht man fast nur uebergewichtige Menschen, die in grossem Wohlstand leben. Total verrueckt!
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Mein BMI ist 20.6, mein Koerperfett 17,5% und das heisst es ist alles oke :P
Naechste mal schreib ich dann aus Mathura von Holi!
P.S. Es gab sogar einen Zeitungsartikel von meiner Schuleinweihung. Ich hab den mal hochgeladen: http://rapidshare.com/files/206405632/Picture_179.jpg.html
Sonntag, 1. März 2009
Ungefaehr zwei Wochen ist meine Rueckreise aus Kerala jetzt her und ich bin wieder zurueck in sweet home Faridabad.
Ich habe die lange Zugreise gut ueberstanden und war froh zurueck bei den Bandhus und den anderen Volunteers zu sein.
Die letzten zwei Wochen habe ich zusammen mit Lea im Ghai Hospital in Faridabad gearbeitet. Wir hatten eine sehr gute Zeit dort, weil die Aerzte sehr kooperativ sind und fliessend Englisch sprechen koennen. Uns wurde gezeigt, was wir machen koennen, und wir durften bei allem dabei sein von simplen Untersuchungen oder Verbandswechseln bis zu (Not-)Operationen und Geburten.
Der Chefarzt hat uns sogar zwei mal zusammen mit seiner Familie zu einer Hochzeit mitgenommen, was wirklich ein tolles Erlebnis ist. Zur Zeit ist Marriage-Season in Indien, weil die Sterne im Moment besonders gut stehen und weil es nicht soo heiss ist (ach ja?). Ueberall sieht man Hochzeitsumzuege, geschmueckte Haeuser und riesengrosse "Festplaetze", auf denen gefeiert wird. Auf so eine Hochzeit durften wir dann auch mal mitgehen.
Wir kannten das Hochzeitspaar nicht einmal und haben sie zum ersten mal gesehen als wir ihnen zu ihrer Hochzeit gratulierten. Die Braut war ungaublich reich beschmueckt und sah wunderschoen aus! Die Hochzeitsgesellschaft war riesig und es gab unmengen an Essen. Eigentlich jedes indische Gericht was man sich vorstellen kann, sogar sehr viel mit Fleisch. Dazu soviel zu trinken, wie man will (besonders das gute Kingfisher-Bier :P)
Wir waren dort eigentlich am meisten mit seiner Tochter, ihrem Mann und ihren Freunden unterwegs. Zusammen haben wir viel getrunken und viel getanzt!
Es ist insgesamt natuerlich weniger los, als wenn ich unterwegs bin, aber wir haben immer viel Spass zusammen als Volunteers. Inzwischen sind wieder ein paar neue dazugekommen: Basil&Dee aus den USA und Andrea aus Chile. Wieder sehr interessante Menschen um mich herum!
Wovon ich auch noch unbedingt berichten muss, ist eine ganz schraege Geschichte, die ich gestern erlebt habe: Dan hat mich am Freitag gefragt, ob ich nicht mit zu einer Eroeffnung einer Schule kommen will. Ich hab ihm zugesagt und wir sind Samstagmorgen zusammen mit Bandhu zu seiner Klinik gefahren. Dort sollte uns jemand abholen und zu dieser Schule bringen. Auf dem Weg hab ich dann erfahren, dass wir anscheinend Ehrengaeste auf dieser Veranstaltung sein sollen und der Mann (Shilendr), der uns abholt, Politiker der Congress-Partei ist. Mit dem Fahrer von Shilendr sind wir dann mit einem Regierungsauto
zu der Schule gefahren worden, die in einem kleinen, sehr provinziellen Vorort von Faridabad liegt. Als wir ankamen und aus dem Auto stiegen wurden wir beide mit 10 Blumenketten begruesst, die man uns um den Hals legte. Es wurden viele wichtige Haende geschuettelt und wir wurden auf den Schulhof der Schule eskortiert. Shilendr fuehrte uns, unter den beeindruckten Blicken von Eltern und Kindern, auf die Buehne. Es wurden noch mehr Haende geschuettelt, Blumen und Geschenke ueberreicht, jetzt aber in Anwesenheit von Fotografen und Kameraleuten, die uns unzaehlige Male ablichteten.
Danach gab es eine offizielle Vorstellung durch den Schulleiter, der uns als Professor Den und (nachdem er mich vorher schnell nach meinem Namen gefragt hatte) als "Mister Yard" vorstellte. Nachdem er fertig war kuendigte er die Rede von Professor Den und Mister Yard an. Dan und ich mussten uns dann schnell etwas aus den Rippen schneiden und haben irgendwas ueber die Wichigkeit von Bildung in Indien erzaehlt. Nachdem wir noch allen Kindern eine Medaille ueberreicht hatten, wurden wir noch in der Schule herumgefuehrt und dann nach 2 Stunden war diese skurrile Veranstaltung vorbei. Unglaublich, was weisse Haustfarbe hier so ausmacht :P
Ach ja, meine Mutter hat mich letztens nochmal auf den Muell hier angesprochen: Ja es ist unglaublich dreckig hier und UEBERALL ist Muell:
Die letzten zwei Wochen habe ich zusammen mit Lea im Ghai Hospital in Faridabad gearbeitet. Wir hatten eine sehr gute Zeit dort, weil die Aerzte sehr kooperativ sind und fliessend Englisch sprechen koennen. Uns wurde gezeigt, was wir machen koennen, und wir durften bei allem dabei sein von simplen Untersuchungen oder Verbandswechseln bis zu (Not-)Operationen und Geburten.
Es ist insgesamt natuerlich weniger los, als wenn ich unterwegs bin, aber wir haben immer viel Spass zusammen als Volunteers. Inzwischen sind wieder ein paar neue dazugekommen: Basil&Dee aus den USA und Andrea aus Chile. Wieder sehr interessante Menschen um mich herum!
Wovon ich auch noch unbedingt berichten muss, ist eine ganz schraege Geschichte, die ich gestern erlebt habe: Dan hat mich am Freitag gefragt, ob ich nicht mit zu einer Eroeffnung einer Schule kommen will. Ich hab ihm zugesagt und wir sind Samstagmorgen zusammen mit Bandhu zu seiner Klinik gefahren. Dort sollte uns jemand abholen und zu dieser Schule bringen. Auf dem Weg hab ich dann erfahren, dass wir anscheinend Ehrengaeste auf dieser Veranstaltung sein sollen und der Mann (Shilendr), der uns abholt, Politiker der Congress-Partei ist. Mit dem Fahrer von Shilendr sind wir dann mit einem Regierungsauto
zu der Schule gefahren worden, die in einem kleinen, sehr provinziellen Vorort von Faridabad liegt. Als wir ankamen und aus dem Auto stiegen wurden wir beide mit 10 Blumenketten begruesst, die man uns um den Hals legte. Es wurden viele wichtige Haende geschuettelt und wir wurden auf den Schulhof der Schule eskortiert. Shilendr fuehrte uns, unter den beeindruckten Blicken von Eltern und Kindern, auf die Buehne. Es wurden noch mehr Haende geschuettelt, Blumen und Geschenke ueberreicht, jetzt aber in Anwesenheit von Fotografen und Kameraleuten, die uns unzaehlige Male ablichteten.
Ach ja, meine Mutter hat mich letztens nochmal auf den Muell hier angesprochen: Ja es ist unglaublich dreckig hier und UEBERALL ist Muell:
Montag, 16. Februar 2009
Das beste zum Schluss!
Eigentlich wollte ich den gleichen Zug schon am Freitag nehmen, um dann puenktlich am Sonntag zurueck in Delhi zu sein. Aber wie das bei Reisen so ist funktioniert nicht immer alles so wie man es will und der Zug nach Delhi war schon fuer das ganze Wochenende ausgebucht. Also hab ich mir das Ticket fuer heute reserviert und bin zusammen mit Audrey und Seb noch bis heute weitergereist. Der ganze Stress mit dem Ticket hat sich am Ende noch als sehr, sehr positiv herausgestellt!
Wir haben uns also Cochin angeguckt, was meiner Meinung nach nicht so sehenswert war. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich total uebermuedet und fertig von der Reise am Vortag war. Allerdings haben wir ein paar Delphine im Wasser schwimmen und springen gesehen, als wir im Restaurant in Fort Cochin sassen. Das war eigentlich das beste :P
Unser naechstes Ziel danach, was noch in meinem Zeirahmen lag, war der Periyar Nationalpark. Dazu haben wir einen Bus nach Kumily genommen und sind dort Samstagabend angekommen. Der Nationalpark liegt ziemlich hoch und ist sehr gross. Es ist ein Regenwaldgebiet, denn Indien liegt sehr nah beim Aequator, in dem viele seltene, wilde Tiere Leben, wie zB. asiatische Elefanten und Tiger! Das Forest Department hat uns frueh morgens eine Jeep Safari organisiert und wie sind Sonntags um 5:30 losgefahren.
Mittwoch, 11. Februar 2009
Sueden!
Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Das trifft wohl gerade auf mich und meinen Blog aus Indien zu.
Statt den 2 Wochen Goa, die eigentlich urspruenglich mal geplant waren, ist es mal wieder zu einem Geschwindigkeits-Rekordreisen durch den Sueden Indiens gekommen. Dabei hat sich unser uerspruenglich mal 5-Koepfe starkes Team zunaechst um Dan und Sarita verkleinert, die es vorzogen in Goa zu bleiben, dann aber in Hampi um ein weiteres Mitglied Seb, Pubmanager in Bristol und grossgeworden in London (was fuer ein laessiger Akzent), erweitert.
Nachdem wir also 2 Tage in Goa waren, hatte ich auch schon genug davon: Westliche Menschen, westliche Musik, westliche Klos, westliche Drogen und westliches Essen. Obwohl ich genau das vorher im Reisefuehrer gelesen hatte, musste ich mich doch selbst davon ueberzeugen. Die Straende sind wirklich unbeschreiblich schoen und den ganzen Tag scheint die Sonne. Allerdings ist es ansonsten eher ein klein-Europa in Indien. Dazu kommen die vielen "ach-so-Alternativen" und "anti-Materialistischen" Aussteiger, die tagasueber kiffen uns abends Acid fuer die endlosen Tranceparties nehmen. Das ist mir alles ziemlich gegen den Strich gegangen!
Deshalb haben wir uns dann getrennt und ich bin mit Lea und Audrey mit Zwischenstation in Old Goa (groesste christliche Kirche Indiens wegen den Portugiesen) per Nachtbus 9 Stunden nach Hampi gefahren. Die Nacht war wirklich schrecklich, weil es nur extrem ungemuetliche Sitzplaetze gab, und wir sind totmuede um 9:00 morgens angekommen.
Hampi ist auch noch eine relativ touristische Stadt, vielleicht wegen seiner Naehe zu Goa. Die Landschaft ist aber wirklich _UNGLAUBLICH_ und einzigartig in Indien. Ich moechte sie eigentlich nicht beschreiben, sondern das Foto sprechen lassen...
Waehrend des Sightseeing in Hampi hatten wir unser Gepaeck in einem Hotel untergebracht, weil wir am selben Tag noch den Nachtzug nach Bengaluru nehmen wollten. Am Bahnhof haben wir dann Seb getroffen, der mit uns auch noch weiter von Bengaluru nach Mysore gefahren ist, wo einmal der Maharadscha von Karnataka gelebt hat.
Wir haben uns seinen Palast angeguckt, der Nachts ganz schoen erleuchtet wird (es war auch noch Vollmond!!), und sind auf einen Berg in der Naehe gefahren, der einen traumhaften Ausblick geliefert hat.
Von Mysore ging es dann am naechsten Tag weiter mit dem Bus: 5 Stunden nach Udagamandalam (die Englaender haben sichs einfacher gemacht: Ooty!)im Staat Tamil Nadu. Ooty liegt im Nilgiri Gebirge und es ist richtig kalt geworden als wir auf einer Hoehe von 2300m angekommen sind. Hier wird ganz viel indischer Tee hergestellt und die Landschaft erinnert manchmal wirklich an die Alpen! Wir haben eine Wanderung zu einem frueheren Picknick-Platz der Englaender gemacht und einen frisch gekochten Chai neben riesigen Teeplantagen genossen.
Wow!
Heute sind wir dann mit dem kleinen Toy-Train, der von Ooty ins Tal faehrt, Richtung Cochin aufgebrochen. Die Strecke wurde 189x gebaut und es faehrt nach wie vor eine Dampflok! Ich werde langsam so richtig Eisenbahnfan und hab die Fahrt sehr genossen.
Jetzt gerade ist Zwischenstation in Coimbore und in ca. 3 Stunden geht unser Nachtzug nach Ernakulum naehe Cochin.
So, das ist bei mir in wirklich kurzer Fassung die letzte Woche passiert. Ich hab wirklich sehr sehr viel gesehen und gemacht und bin so froh hier unterwegs sein zu koennen! Fotos kommen!!
P.S. Ich hab dank Seb jetzt endlich die Cricket-Regeln gelernt. Das Spiel ist gar nicht so dumm, wie es aussieht!
Nachdem wir also 2 Tage in Goa waren, hatte ich auch schon genug davon: Westliche Menschen, westliche Musik, westliche Klos, westliche Drogen und westliches Essen. Obwohl ich genau das vorher im Reisefuehrer gelesen hatte, musste ich mich doch selbst davon ueberzeugen. Die Straende sind wirklich unbeschreiblich schoen und den ganzen Tag scheint die Sonne. Allerdings ist es ansonsten eher ein klein-Europa in Indien. Dazu kommen die vielen "ach-so-Alternativen" und "anti-Materialistischen" Aussteiger, die tagasueber kiffen uns abends Acid fuer die endlosen Tranceparties nehmen. Das ist mir alles ziemlich gegen den Strich gegangen!
Deshalb haben wir uns dann getrennt und ich bin mit Lea und Audrey mit Zwischenstation in Old Goa (groesste christliche Kirche Indiens wegen den Portugiesen) per Nachtbus 9 Stunden nach Hampi gefahren. Die Nacht war wirklich schrecklich, weil es nur extrem ungemuetliche Sitzplaetze gab, und wir sind totmuede um 9:00 morgens angekommen.
Hampi ist auch noch eine relativ touristische Stadt, vielleicht wegen seiner Naehe zu Goa. Die Landschaft ist aber wirklich _UNGLAUBLICH_ und einzigartig in Indien. Ich moechte sie eigentlich nicht beschreiben, sondern das Foto sprechen lassen...Waehrend des Sightseeing in Hampi hatten wir unser Gepaeck in einem Hotel untergebracht, weil wir am selben Tag noch den Nachtzug nach Bengaluru nehmen wollten. Am Bahnhof haben wir dann Seb getroffen, der mit uns auch noch weiter von Bengaluru nach Mysore gefahren ist, wo einmal der Maharadscha von Karnataka gelebt hat.
Wir haben uns seinen Palast angeguckt, der Nachts ganz schoen erleuchtet wird (es war auch noch Vollmond!!), und sind auf einen Berg in der Naehe gefahren, der einen traumhaften Ausblick geliefert hat.Von Mysore ging es dann am naechsten Tag weiter mit dem Bus: 5 Stunden nach Udagamandalam (die Englaender haben sichs einfacher gemacht: Ooty!)im Staat Tamil Nadu. Ooty liegt im Nilgiri Gebirge und es ist richtig kalt geworden als wir auf einer Hoehe von 2300m angekommen sind. Hier wird ganz viel indischer Tee hergestellt und die Landschaft erinnert manchmal wirklich an die Alpen! Wir haben eine Wanderung zu einem frueheren Picknick-Platz der Englaender gemacht und einen frisch gekochten Chai neben riesigen Teeplantagen genossen.
Wow!Heute sind wir dann mit dem kleinen Toy-Train, der von Ooty ins Tal faehrt, Richtung Cochin aufgebrochen. Die Strecke wurde 189x gebaut und es faehrt nach wie vor eine Dampflok! Ich werde langsam so richtig Eisenbahnfan und hab die Fahrt sehr genossen.
So, das ist bei mir in wirklich kurzer Fassung die letzte Woche passiert. Ich hab wirklich sehr sehr viel gesehen und gemacht und bin so froh hier unterwegs sein zu koennen! Fotos kommen!!
P.S. Ich hab dank Seb jetzt endlich die Cricket-Regeln gelernt. Das Spiel ist gar nicht so dumm, wie es aussieht!
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