Montag, 16. Februar 2009

Das beste zum Schluss!

Meine Reise durch den Sueden Indiens geht jetzt ganz stark dem Ende zu. Ich bin gerade in Ernakulum im Internetcafe und trete in 3 Stunden meine halbe Weltreise zurueck nach Delhi an. Der Fahrplan sagt, dass ich am Mittwoch um 12:00 in Faridabad ankomme, d.h. in ungefaehr 2 Tagen -.- Ich hab zum Glueck ein sehr gutes Buch mitgenommen: Salman Rushdie - Midnight`s Children (erzaehlt die Geschichte Indiens seit der Unabhaengigkeit) Und ausserdem kauf ich mir gleich noch ganz viel billiges Junkfood :P
Eigentlich wollte ich den gleichen Zug schon am Freitag nehmen, um dann puenktlich am Sonntag zurueck in Delhi zu sein. Aber wie das bei Reisen so ist funktioniert nicht immer alles so wie man es will und der Zug nach Delhi war schon fuer das ganze Wochenende ausgebucht. Also hab ich mir das Ticket fuer heute reserviert und bin zusammen mit Audrey und Seb noch bis heute weitergereist. Der ganze Stress mit dem Ticket hat sich am Ende noch als sehr, sehr positiv herausgestellt!
Wir haben uns also Cochin angeguckt, was meiner Meinung nach nicht so sehenswert war. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich total uebermuedet und fertig von der Reise am Vortag war. Allerdings haben wir ein paar Delphine im Wasser schwimmen und springen gesehen, als wir im Restaurant in Fort Cochin sassen. Das war eigentlich das beste :P
Am naechsten Tag sind wir dann mit dem Bus weiter nach Alappuzha gefahren, weil von dort die beruehmten Backwatertrips starten. Der State Kerala ist bekannt fuer sein grosses Kanal- und Seensystem auf dem endlos viele Bootstouren angeboten werden. Wir sind um ungefaher 12:00 in Alappuzha angekommen und haben die Gelegenheit genutzt und uns direkt ein Boot mitsamt Koch, Capitain und Verpflegung fuer 24h gemietet. Es ist nicht so billig, aber auf jeden Fall jede einzelne Rupie wert! Die Tour war wunderschoen und wir haben den ganzen Tag an Deck gechillt. Es gab sehr gutes, scharfes suedindisches Essen und abends sind wir sogar noch schwimmen gegangen. (man kriegt schon ein mulmiges Gefuehl von wegen Korokos oder Piranhas..) Am naechsten Tag sind wir ganz frueh aufgestanden, um den Sonnenaufgang und die Fischer zu sehen, die gerade mit ihrer Arbeit zu Ende waren. Insgesamt ein ganz, ganz tolles Erlebnis und trotzdem bleibt bei mir doch auch ein bitterer Nachgeschmack: Die Fluesse werden nicht besser durch die vielen Schiffsmotoren und den Muell, der einfach ueberall von Bord geschmissen wird.
Unser naechstes Ziel danach, was noch in meinem Zeirahmen lag, war der Periyar Nationalpark. Dazu haben wir einen Bus nach Kumily genommen und sind dort Samstagabend angekommen. Der Nationalpark liegt ziemlich hoch und ist sehr gross. Es ist ein Regenwaldgebiet, denn Indien liegt sehr nah beim Aequator, in dem viele seltene, wilde Tiere Leben, wie zB. asiatische Elefanten und Tiger! Das Forest Department hat uns frueh morgens eine Jeep Safari organisiert und wie sind Sonntags um 5:30 losgefahren.
Wir hatten tatsaechlich sehr viel Glueck und haben im Morgengrauen eine kleine Herde Elefanten auf einem Huegel grasen sehen! Es waren auch kleine dabei, so wie im Dschungelbuch :) Tiger sieht man leider nur sehr, sehr selten und wenn dann laufen sie direkt davon.
Dafuer haben wir noch andere wilde Tiere gesehen: Affen, exotische Eichhoernchen, Voegel und verschiedene Insekten. Dazu kommt natuerlich noch die unglaublich vielfaeltige Pflanzenwelt! Sehr spannendes Erlebnis!