Mittwoch, 21. Januar 2009

"We are a nation of Christians and Muslims, Jews and Hindus, and non-believers."

Gestern abend haben wir Volunteers zusammen auf unserem kleinen Briefmarkenfernseher Obamas Einsetzung und im Anschluss daran seine "Inauguration Speech" gesehen. Die lange Wartezeit bis Obama endlich seinen Eid ablegte, wurde verkuerzt durch eine Diskussion der amerikanischen Volunteers ueber Laura Bush. Eine Seite (Conneticut) meinte, dass sie eine gute Person sei und ihre Wohltaetigkeit an der Menschheit sehr bemerkenswert ist. Die andere (North Dakota) empfand sie, so wie den Rest der Bush-Familie, als "just an evil Person".
Dann fing aber seine Rede endlich an. Einmal abgesehen davon, dass sie die klassichen Elemente einer patriotischen, amerikanischen Einsetzungsrede enthielt und noch fuer Englisch-Lks in 20 Jahren taugen wird, war sie doch eine bemerkenswerte Rede fuer mich. Die Delhi Times titelte heute morgen die Ueberschrift meines Postes. Die Erwaehnung der anderen Religionen in diesem Zusammenhang, besonders des Hinduismus, hat mich persoenlich sehr angesprochen, da ich mich in dem Land befinde, das ja die Wiege dieser Religion ist. Fuer die indischen Zuschauer bzw. Leser der Delhi Times muss die Erwaehung noch ein ganz anderes Gefuehl gewesen sein. Ich denke einem weissen Praesidenten waere das so nicht moeglich gewesen.
Was seine Worte zu den Krisen dieser Welt angeht ging fuer mich manches nicht weit genug (Umweltpolitik) und manches blieb unerwaehnt. In Indien herrscht nach wie vor grosser Hunger in vielen Teilen des Landes und jetzt wird wieder einmal nur noch an Banken, Aktien und Oel gedacht.
So viel politisches von mir. (ich hoffe das kommt nicht wieder vor :P)